Nutzung: Die Steckrübe, Brassica napus ssp. rapifera, ist eine Kreuzung aus Rübsen (Brassica rapa) und Gemüsekohl (Brassica oleracea), nicht zu verwechseln mit der Speiserübe (z. B. Mairübe, Stielmus). Für den menschlichen Verzehr sind vorrangig gelbfleischige Samen-Sorten auf dem Markt. Die Steckrübe ist eine äußerst ertragreiche Rübe, die innerhalb von drei bis vier Monaten einen etwa 1,5 kg schweren Rübenkörper hervorbringt. Die Direktsaat erfolgt im Juni, geerntet wird von September bis Ende November. Leichte Fröste können den Rüben nichts anhaben – es macht sie sogar noch etwas süßer im Geschmack. Nach dem Entblättern lassen sich die Rüben frostfrei einmieten oder im kühlen Keller über mehrere Monate lagern.
Der relativ hohe Zuckergehalt – vor allem Traubenzucker – verleiht der Steckrübe einen feinen herbsüßlichen Geschmack und macht sie gleichzeitig zu einem ernährungsphysiologisch wertvollen Gemüse. Darüber hinaus weist sie hohe Gehalte an Mineralstoffen und Vitaminen (z. B. B1, B2, C) auf. Die gelbe Farbe beruht auf dem Gehalt an Carotinen. Wegen ihres hohen Wassergehalts ist die Steckrübe ein äußerst kalorienarmes Wurzelgemüse.
Vor dem Zubereiten werden die Rüben gründlich gewaschen und geschält. Verwendung finden sie als Steckrübeneintopf, Steckrübenpüree, oder - gewürfelt und mit Muskatnuss gewürzt - als wohlschmeckende Beilage zu Fleischgerichten.