Blütezeit: Juni, Juli
Erntezeit: Herbst
Sammelgut: Wurzel
Heilwirkung: aphrodisierend, hautstärkend
Nutzung: Die aus Asien stammende Nutzpflanze ist vermutlich gegen Ende des Mittelalters über Russland nach Europa gekommen. Ihr Zuckergehalt liegt bei etwa 6 Prozent und damit weit unter dem der Zuckerrübe. Mit der Zeit wurden Zuckerwurzeln mehr und mehr durch Pastinaken und Möhren verdrängt.
Das Doldengewächs bildet ein Wurzelbüschel aus, ist mehrjährig und winterhart. Ausgesät wird entweder im August/September oder im März/April. Durch Teilung können ältere Pflanzen leicht vermehrt werden. Die Wurzelbüschel aus 10 bis 15 fleischigen, fingerdicken Teilwurzeln mit einer Länge von etwa 15 bis 30 cm, können ab März des zweiten Jahres geerntet werden. Die Pflanze lagert vor allem im Herbst Zucker und Stärke in die Wurzel ein.
Vor dem Kochen werden Zuckerwurzeln unter Fließwasser gründlich gereinigt. Der in der Mitte verlaufende holzige Zentralzylinder kann entweder vor oder nach dem Kochen mit einem Messer entfernt werden. Kurz gegart, erinnert das süßliche Fleisch etwas an junge Schwarz- oder Haferwurzeln. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer oder Chili gewürzt, lässt sich das Gemüse gedünstet als Beilage zu verschiedenen Speisen servieren. Scheibchenweise geröstet, kann die Zuckerwurzel auch unter Reis oder Hirse gemischt werden. Ebenso gut lässt sie sich in Gratins, Suppen oder - roh geraspelt - in Salaten verwenden.