Blütezeit: Juni, Juli
Erntezeit: Mai bis zum Winter
Sammelgut: Blätter, Blüten, Samen , Wurzel
Heilwirkung: blutreinigend, nierenwirksam
Lebensmittellexikon: Pastinak
Nutzung: Schon die alten Römer schätzten den aromatisch-süßen Geschmack der Pastinake. Lange Zeit galt das weiße Wurzelgemüse hierzulande wegen des hohen Gehalts an Stärke und Zucker als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Im 18. Jahrhundert wurde die Pastinake immer mehr durch die Möhre und die Kartoffel ersetzt. Vor allem der ökologische Landbau holte das süßwürzige Gemüse in den letzten Jahren wieder auf unseren Speiseplan zurück. In Frankreich oder England hatten Pastinaken schon immer einen wesentlich höheren Rang auf der Speisekarte als in Deutschland.
Die zweijährige Pflanzen bilden im ersten Jahr die Wurzeln, im zweiten Jahr die Blüten aus. Für den Anbau im Garten ist daher nur das erste Jahr von Bedeutung. Die Erntezeit der Pastinaken beginnt Ende September und zieht sich über den ganzen Winter bis in den späten März des Folgejahres. Da Pastinaken frosthart sind, können sie über Winter einfach im Boden belassen und nach Bedarf entnommen werden. Der Volksmund sagt, dass der Frost das Gemüse erst richtig aromatisch und schmackhaft macht. Der hohe Anteil an ätherischen Ölen verleiht dem Gemüse ein feinwürzig-süßliches Aroma. Wegen des hohen Stärkegehalts wurden Pastinaken früher auch für die Hefegärung zur Herstellung von Bier und Pastinakenwein genutzt. Außerdem wurde aus ihrem Saft ein dickflüssiger Sirup gekocht, der als Brotaufstrich und Süßmittel diente.
Heute verwendet man die Pastinake in der Küche gekocht oder roh – ähnlich wie Sellerie oder Möhren. Pastinakenbrei ist zudem sehr beliebt als Babykost. In der englischen Küche zählt "Mashed parsnips", das ähnlich wie Kartoffelpüree zubereitet wird, zu den Klassikern. Junge und zartere Pastinakenwurzeln eignen sich bestens als Suppeneinlage oder roh in Salaten. In Scheiben geschnitten können sie auch frittiert werden. Auch die Blätter der Pastinake können zum Würzen von Speisen verwendet werden.
Botanische Merkmale: Krone gelb, Wurzelgemüse, wild in Fettwiesen und Ruderalfluren.