~425 Gattungen / ~12150 Arten weltweit; kosmopolitisch, besonders in Trockengebieten; drittgrößte Familie der Angiospermen; recht einheitlicher und sehr charakteristischer Bau im vegetativen und generativen Bereich; Holzige, Stauden und viele Annuelle; Wurzeln mit Knöllchen, die Rhizobien (= Knöllchenbakterien) beherbergen: symbiontische, Lufstickstoff-bindende Bakterien; Laubblätter schraubig angeordnet, Stipeln vorhanden, Merkmalsprogression bei der Spreite: Fiederblätter und ihre Reduktionsformen: unpaarig gefiedert, z. B. Astragalus, Robinia, Onobrychis, paarig gefiedert: Endfieder zu einer Ranke umgebildet bis reduziert oder völlig fehlend, z. B. Vicia, Lathyrus), 3-zählig, z. B. Trifolium, Laburnum, Phaseolus, einfach (seltenere Ausbildung): einem einzigen Blättchen homolog, z. B. Genista; Infloreszenzen racemös: Traube, Dolde, Ähre, Köpfchen; Blüte zygomorph, Kelch synsepal, Krone: charakteristische choripetale Schiffchenblume
„Schmetterlingsblüte“, eine komplizierte funktionelle Einheit: Fahne: das hintere (= mediane), meist größte Kronblatt, 2 laterale Flügel, Schiffchen: aus 2 Petalen aufgebaut, die ± zusammenhängen und das Andrözeum sowie das Gynözeum einschließen; Andrözeum: 10 Stamina, entweder alle Filamente miteinander zu einer Röhre verwachsen (1-brüderig = monadelphisch) oder nur 9 Filamente zu einer Rinne verwachsen und das 10. (= hintere = mediane) frei (2-brüderig = diadelphisch); Gynözeum: 1 einziges mehrsamiges Karpell mit 1 Griffel, Fruchtknoten oberständig; Blütenökologie: verschiedene Bestäubungsmechanismen:
(1) das bestäubende Insekt öffnet das Schiffchen, Stamina und Griffel schnellen dabei elastisch heraus,(2) der klebrige Pollen wird wie Zahnpasta aus der schnabelartig verlängerten, harten Spitze des Schiffchens herausgepresst: „Nudelpumpe“,(3) der Pollen wird im geschlossenen Schiffchen auf eine Griffelbürste abgelade etc., geschlossene Staubfadenröhre (monadelphisch): meist nektarlose Pollenblumen, oberster Staubfaden frei (diadelphische): ermöglicht Bestäubern Zugang zum Nektar, meist Nektarblumen; Frucht: die für die ganze Ordnung charakteristische Hülse, 1-karpellige Streufrucht, die sich im typischen Fall an Bauch- und Mittelrippe öffnet und durch eine elastische, ruckartige Torsion der Klappen die Samen wegschleudert, die Hülse wurde mehrfach parallel abgeändert, z. B. zu Bruchfrüchten („Gliederhülsen“), die in 1-samige Teilfrüchte zerfallen (Securigera, Hippocrepis) oder zu einsamigen Schließfrüchten (Onobrychis, zum Teil Trifolium); Samen: Endosperm rückgebildet, Speicher-Cotyledonen!; zahlreiche Nutzpflanzen, vor allem Gemüsepflanzen: „Hülsenfrüchte“.