Blütezeit: April bis Mai
Erntezeit: Frühling oder Herbst
Sammelgut: Wurzel
Heilwirkung: nervenberuhigend
Anwendung: Saft
Botanische Merkmale: Rhizom-Knollen-Geophyt: giftig; Laubbblätter: Spreite pfeilförmig; Infloreszenz: Kolben, der von einem großen stanitzelförmigen Hochblatt (= Spatha) umhüllt wird, dessen unterer Teil einen Kessel bildet, Osmophor: der aus dem Kessel herausragende sterile Abschnitt der Infloreszenz, erzeugt einen faulig-rossstallähnlichen Geruch und lockt damit Dipteren an, Blüten winzig, eingeschlechtig, perianthlos, in der Kesselregion, ♀ Blüten: stehen im Kessel zuunterst, sterile „Sperrblüten“, die in Borsten auslaufen: stehen zwischen den ♀ und den ♂ Blüten sowie oberhalb der ♂ Blüten, ♂ Blüten stehen oberhalb der weiblichen Blüten und einem schmalen Abschnitt mit sterilen Sperrblüten; Bestäubungsökologie: die durch den Geruch angelockten Insekten stürzen in den Kessel, da sie sich auf der glatten, mit Öltröpfchen überzogenen Epidermis der Spatha-Innenseite und des Kolbens nicht festhalten können, die Sperrblüten verhindern ein Entkommen aus dem Kessel, vor allem aber auch das Eindringen größerer Insekten, die Beschädigungen verursachen würden, bringen die Insekten bereits Pollen mit, so belegen sie damit die Narben (Proterogynie), während der folgenden Nacht öffnen sich die Antheren und streuen Pollen in den Kessel auf die Tiere, diese halten sich an der Basis des Kessels auf, weil es dort dank basaler Lichtfenster – die Seitenwände sind durch Anthocyan verdunkelt – am hellsten ist, schließlich wird der Ausgang aus dem Kessel durch Welken der Sperrblüten frei und die Wände werden durch Austrocknen gangbar, damit können die mit Pollen beladenen Tiere die Falle verlassen, wenn die Tiere darauf in einen anderen Arum-Kessel stürzen, führen sie dort die Bestäubung durch; der Kessel (Spatha + Kolben) ist also ein Pseudanthium, funktionell eine sogenannte Kesselfallenblume, man beachte die Konvergenz mit der Aristolochia-Einzelblüte!; Früchte: scharlachrote Beeren.