Für die Erhöhung der Harnmenge sind Flavonoide (Birkenblätter, Hauhechelwurzel, Schachtelhalmkraut), Saponine (Goldrutenkraut), Terpene (Löwenzahnwurzel, Orthosiphonblätter), und ätherisches Öl (Orthosiphonblätter) verantwortlich, meist sind mehrere Inhaltsstoffe an der Wirkung beteiligt.
Eine Durchspülungstherapie kann Kristallisationsherde von Harnsteinen ausschwemmen, bei Affektionen der ableitenden Harnwege das Aufsteigen der Infektion verhindern und durch die Reduktion der Keimzahl eine Infektion bereits im Frühstadium beseitigen.
Der Wirkmechanismus dieser Arzneidrogen unterscheidet sich grundsätzlich von jenem synthetischer Diuretika: Sie greifen nicht massiv in den Ionenhaushalt ein, durch gesteigerte glomeruläre Filtration wird hingegen primär die Ausscheidung von Wasser erhöht, weshalb diese Arzneidrogen auch als "Aquaretika" bezeichnet werden.
Bemerkungen: Die einzelnen Bestandteile sind in fein geschnittenem Zustand zu mischen. Die Teemischungen sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt in gut schließenden Gefäßen (am besten aus Glas) aufzubewahren.
Zubereitung: 1 Esslöffel Teemischung mit 150 ml (entspricht einer Teetasse) kochendem Wasser übergießen und unter gelegentlichem Umrühren 10 Minuten bedeckt stehen lassen, anschließend durch ein Teesieb abseihen. Der Tee wird am besten frisch zubereitet. Soll ein Vorrat für einen Tag hergestellt werden, so wird jeweils die vierfache Menge (4 Esslöffel Teemischung, 600 ml Wasser) genommen. Aufbewahrung in einer gut verschlossenen Thermoskanne.
Anwendung: Der Tee soll warm (nicht heiß), bis zu viermal pro Tag, getrunken werden.