Blütezeit: Juli
Erntezeit: laufend
Sammelgut: Blätter
Heilwirkung: blutreinigend, stoffwechselanregend
Nutzung: In Indien wurde Portulak schon vor Jahrtausenden als Gemüse und Heilpflanze genutzt. Nach Mitteleuropa gelangte er vermutlich schon durch die Römer, galt aber lange Zeit als unbedeutend. Erste nennenswerte Erwähnungen über die Nutzung von Portulak als Gemüsepflanze finden sich ab dem 16. Jahrhundert. Bei uns tauchte er in den 1980iger Jahren in Feinschmeckerrestaurants als teurer Exot wieder auf. Anders im südlichen Afrika, im Nahen Osten oder in Zentralamerika, wo die Gemüse- und Heilpflanze bis heute eine lange Tradition hat. In wärmeren Regionen der Erde gilt die Pflanze als kühlend und durstlöschend.
Die einjährige Pflanze mit dickfleischigen, essbaren Blättern und Stängeln wird bis zu 40 cm hoch. Zwischen Juni und August entstehen kleine unscheinbare gelbe Blüten, die ebenfalls essbar sind. Die Ernte erfolgt bereits 3-4 Wochen nach der Aussaat. Da die Pflanze immer wieder nachwächst, sind 2-3 Schnitte möglich. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden. Traditionell wird Portulak als Salat zubereitet oder in Suppen verwendet.