Nutzung: In den Küstenregionen Englands und Frankreichs wird Meerkohl auch heute noch in größerem Umfang kultiviert. Verzehrt werden, ähnlich wie beim Spargel, die jungen, gebleichten Sprosse. Aber auch die Blätter können zum Kochen verwendet werden. Geschmacklich erinnert das Strandgemüse ein wenig an Brokkoli oder Blumenkohl.
Die 30 bis 60 cm hohe, winterfeste Staude, kann - einmal in den Garten gepflanzt - über mehrere Jahre genutzt werden. Die Vermehrung erfolgt durch Wurzelschnittlinge. Mit dem Bleichen der Sprosse (Abdecken mit Tontöpfen) beginnt man im Frühjahr des dritten Jahres, sobald die Pflanze auszutreiben beginnt. Nach circa 3 bis 4 Wochen, wenn die gebleichten Sprosse etwa 15 bis 20 cm lang sind, kann das erste Mal geerntet werden. Die jungen Sprosse sind reich an Vitamin C. Ein Schälen ist nicht nötig, es reicht, wenn die Sprosse gewaschen werden. Zubereitet werden die Meerkohlsprosse wie Spargel: In Salzwasser gekocht und mit einer Butter- oder Rahmsauce verfeinert. Die jungen Blätter können in der Küche wie Kohl verwendet werden. Meerkohl ist eine saisonale Delikatesse, deren Verzehr sich, wie beim Spargel, auf einen relativ engen Zeitraum im Frühjahr beschränkt.