Blüten und zarte Blätter mit kochendem Wasser übergießen und 3 bis 5 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Den Tee schluckweise trinken.
Absud
Zubereitung wie beim Aufguss, jedoch den Ansatz 1 bis 2 Minuten kochen lassen. Danach 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Abkochung (Dekokt)
Dicke Blätter und Stängel, Früchte und Wurzeln in kaltem Wasser zustellen, zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme 5 bis 10 Minuten sieden. Danach abseihen.
Kümmel, Anis und Fenchel werden vorher zerkleinert. Rinden, Heublumen und Haferstroh benötigen eine längere Kochzeit.
Kaltwasserauszug (Mazerat)
Schleimige Pflanzen in kaltem Wasser mehrere Stunden einweichen, damit sie ausgelaugt werden. Vor dem Gebrauch den Auszug kurz anwärmen.
Für Säckchenauflagen die Kräuter nur kurz im Dampfbad dünsten.
Teekur
Teekuren sollen 3 bis 6 Wochen ohne Unterbrechung dauern. Scharfe Kost, Alkohol, Bohnenkaffee und Nikotin schwächen die Wirkung.
Vor einer Fortsetzung der Kur eine Pause von 2 Wochen einschalten.
Im Allgemeinen nimmt man auf 1/4 L Wasser 1 EL Kraut. Die gewöhnliche Tagesmenge beträgt 1/2 L und wird folgendermaßen verteilt:
1 Tasse nüchtern - 1 Tasse 1 Stunde vor dem Mittagessen - 1 Tasse vor dem Schlafengehen.
Alternativ kann die gesamte Menge schluckweise über den Tag verteilt getrunken werden, allerdings nicht unmittelbar vor und nach den Mahlzeiten.
Wermut- und Tausengüldenkrauttee nur löffelweise nehmen (Tagesmenge 1/4 L).
Speziell Hustentee darf auch mit Honig oder Zucker gesüßt werden.
Umschläge
Ein Tuch in der Teezubereitung tränken, auswringen und auf die zu behandelnde Stelle legen.
Bad
Eine größere konzentrierte Menge an Teeauszug herstellen und dem Wasser für Voll- oder Teilbäder beifügen.
Inhalation
Eine größere Menge der Droge mit kochendem Wasser übergießen. Die aufsteigenden Dämpfe einatmen, dabei den Kopf und die Schüssel mit einem Tuch abdecken.
Sirup
5 g Kräuter über Nacht in 1 L Wasser kalt einweichen, in der Früh 2 bis 3 Minuten kochen, dann abseihen
Zu dieser Menge gibt man 125 g Zucker (bei schleimlösendem Sirup 140 g Kandiszucker, oder 4 bis 5 EL Bienenhonig in die abgekühlte Flüssigkeit).
Für längere Haltbarkeit muss der Sirup dick sein (Fadenprobe mit einem Löffel). Meist muss er bis zur Hälfte eingekocht werden.
Tinktur
1/2 L Weingeist, Wein oder Schnaps und 3 Handvoll Beeren oder Kräuter in eine Flasche füllen und verschließen.
8 bis 10 Tage an einen sonnigen, warmen (15°C bis 20°C) Ort stellen und immer wieder aufschütteln.
Filtern, in Flaschen abfüllen und gut verschließen. Die Tinktur ist nach weiteren 8 Tagen gebrauchsfertig.
Die Einnahme erfolgt tropfen- oder kaffeelöffelweise.
Öl
So viel kalt gepresstes Öl über die Kräuter gießen, bis sie bedeckt sind.
2 bis 3 Wochen an einem warmen Platz stehen lassen. Anschließend auspressen und das Öl in dunklen Flaschen lagern.
Ätherische Öle werden durch Destillation gewonnen.
Ölauszüge werden äußerlich und innerlich angewendet.
Likör
Auf 1 L Beeren oder Kraut 1/2 L Branntwein oder 50%igen Alkohol gießen und 2 bis 3 Wochen an einem warmen, dunklen Ort stehen lassen.
Danach abseihen und die Flüssigkeit mit 1/2 kg Zucker verrühren, bis dieser aufgelöst ist. In Flaschen abfüllen.
Der Likör wird mit der Zeit besser.
Wein
1 Handvoll Kräuter mit 0,7 L Weißwein übergießen, verschließen und 2 Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Anschließend filtern und likörgläschenweise trinken.
Pulver
Getrocknete Wurzeln, Blätter, Körner oder Beeren fein mahlen. Das Pulver in kleine Gläser abfüllen und messerspitzenweise verwenden.
Saft
Die Zubereitung erfolgt im Haushaltsentsafter. Alternativ kann man die Kräuter auch im Mixer zerkleinern und durch ein Tuch pressen.
Manche Kräuter lassen sich auch über Dampf entsaften, allerdings gehen dabei wichtige Vitamine verloren.
Rohkost
Viele Kräuter, besonders solche die im zeitigen Frühjahr wachsen, können roh als Salat gegessen werden. Zerkleinert können sie als Suppeneinlage und -würze eingesetzt werden.
Salben
Ölauszüge der Pflanzen, die man in geschmolzenem Bienenwachs im Verhältnis 5:1 im Wasserbad verrührt, ergeben hervorragende Salben.
Beide Stoffe werden bis zum Erkalten gerührt.
Alternativ können Kraäuter in Schweineschmalz ausziehen. Dafür gibt man in das heiße Fett so viele Kräuter, wie die Flüssigkeit aufnimmt. Dann lässt man im Wasserbad 1/2 Stunde köcheln.
Anschließend in Töpfchen füllen und kühl lagern.