"Citrus medica
"Von Citrus medica a. Cedra , dem eigentlichen Citronenbaum, geben die Spielarten mit größern Früchten
und dickem Fleische, indem man diese, Citronen, Citronaten und Cedraten genannt, mit Zucker
einmacht, den Citronat oder die Succade (Confectio carnis Citri s. Succata). — Von Citrus medica s.
Limonum , dem Limonenbaum — der aber, sonderbar genug, im nördlichen Europa Citronenbaum, ja selbst
in Paris Citronier genannt wird, da er doch im ganzen südlichen Europa Limonenbaum und seine Frucht
auch Limone heißt, aus welcher man die Limonade bereitet — erhalten wir aus Italien und dem südlichen
Frankreich die bey uns unter dem Namen Citronen, Fructus Citri, gebräuchlichen Früchte, welche dort
zum Versenden, um das Faulen zu verhüthen, unreif abgenommen werden. Wir benutzen von ihnen die
Schalen, Cortices Citri , und auch wohl nur die öhlhaltige Schicht, das Gelbe, Flavedo cort. Citri. Vorzüglich
aber wird der Saft, Succus Citri s. Limonum auf mancherley Weise benutzt. Aus ihm
bereitet man auch das Kali citratum und den Syrupus acctositatis Citri. Aus der Schale erhält man durch
die Destillation mit Wasser das Citronenöhl, Oleum Citri, so wie auch aus derselben in Italien und Sicilien
durch eine mechanische Operation das Cedroöhl, Oleum de Cedro gewonnen wird. Die Schale der Frucht mit Zucker abgerieben, giebt
den Citronenzucker, Elaeosaccharum flavedinis Citri."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Elfter Band. 1830)