Verwendet werden die getrocknete, zerkleinerte Rinde der Stämme und Zweige und die getrockneten Blätter.
Durch Mazeration der frisch geschnittenen Zweige mit Wasser und anschliessende Destillation und Versetzen mit Ethanol erhält man Hamameliswasser.
Traditionelle Anwendung:
Dekokte aus Rinde und Blättern werden für Umschläge und Spülungen verwendet, u.a bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie leichten Hautverletzungen, Hämorrhoiden und Krampfaderbeschwerden. Bestandteil entsprechender Arzneifertigpräparate. Volkstümlich u.a. zur Unterstützung der Therapie akuter, unspezifischer Durchfallerkrankungen.
Hamameliswasser dient zur Wundbehandlung und in der Kosmetik.
Homöopathie:
1. Hamamelis virginiana HAB1; Virginischer Zauberstrauch, die frische Rinde der Wurzeln und Zweige.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des venösen Gefässsystems, der Haut und bei Gerinnungsstörungen.
2. Hamamelis virginiana, äthanol. Decoctum HAB1; die getrocknete Rinde der Stämme und Zweige.
Anwendungsgebiet: anthroposophische Therapierichtung.
3. Hamamelis virginiana e cortice et ex summitatibus HAB1; Gemisch aus einem Teil frischer Zweigrinde und zwei Teilen frischen Zweigspitzen.
4. Hamamelis virginiana e folis HAB1; die frischen Blätter.
Anwendungsgebiet: anthroposophische Therapierichtung.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ):
Wissenschaftlich belegte Indikationen: Leichte Hautverletzungen, lokale Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, Hämorrhoiden, Krampfaderbeschwerden.
Erfahrungsmedizin: Innerlich zur Unterstützung der Therapie akuter Diarrhöen, atopisches Ekzem.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.