Synonyme: Hamamelis abdrogyna, H. caroliniana, H. corylifolia, H. dentata, H. dioica, H. estivalis, H. macrophylla, H. nigra, H. parvifolia, H. rotundifolia, H. virginata, H. virginica, H. virginiae, Trilopus dentata, T. estivalis, T. nigra, T. parvifolia, T. rotundifolia, T. virginica;
Hamamelis, Hexenhasel, Virginischer Zauberstrauch, Zauberhasel, Zaubernuß

Historisches: Der Name Hamamelis setzt sich aus dem griechischen hama (gleichzeitig) und melon (Apfel, Frucht) zusammen, da der Baum im gleichen Jahre vor dem Blühen Früchte trägt. Aus dem gleichen Grunde wurde auch die Bezeichnung "Zaubernuß" geprägt. Die Droge wurde von den Indianern Nordamerikas sehr geschätzt und vielfältig angewendet, bes. als Wundheilmittel. Nach Europa gelangte der Strauch erst im 18. Jh. und zwar als Ziergewächs.

Drogen: 1. Hamamelidis aqua (syn. Aqua Hamamelidis, Aqua Hamamelidis corticis, Liquor Hamamelidis); Hamameliswasser, die nach Mazeration der frisch geschnittenen und teilweise getrockneten Zweige mit Wasser und anschließender Destillation des Mazerats und Versetzen mit Ethanol erhaltene Flüssigkeit.
Inhaltstoffe: äther. Öl.
2. Hamamelidis cortex (syn. Cortex Hamamelidis); Hamamelisrinde (syn. Virginische Zaubernußrinde, Wünschelrutenrinde, Zauberhaselrinde, Zauberstrauchrinde), die getrocknete, zerkleinerte Rinde der Stämme und Zweige.
Inhaltstoffe: Gerbstoffe vom Tannin-Typ (bis 9 %), u.a Hamamelitannin und Monogalloylhamamelosen vgl. FormelMamamelose. Außerdem äther. Öl (0,1 %) und Flavonoide.
3. Hamamelidis folium (syn. Folia Hamamelidis); Hamamelisblätter (syn. Wünschelrutenblätter, Zauberhaselblätter, Zauberstrauchblätter), die getrockneten Blätter.
Inhaltstoffe: Gerbstoffe (bis 8 %), bes. Hamamelitannin sowie einfache und oligomere Proanthocyanidine.