Ysop m [von griech. hyssōpos, =], Isop, Hyssopus, nur die im Mittelmeergebiet und in Vorderasien heimische Art Hyssopus officinalis umfassende Gattung der Lippenblütler. Aromatisch duftender Halbstrauch mit derben, länglich-lanzettlichen, beiderseits dicht mit Öldrüsen besetzten Blättern und dunkelviolettblauen Blüten, die in aus Scheinquirlen zusammengesetzten, endständigen Scheinähren stehen.
Der bei uns aus früheren Kulturen verwilderte und in sonnig-warmen, trockenen Gebieten auch zum Teil eingebürgerte Ysop wurde schon im Altertum wegen seines hohen Gehalts an etherischem Öl (Ysopöl), Gerbstoffen, Sitosterin, Ursolsäure und Diosmin (ein Flavonglykosid) als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt. Er wird in der Volksmedizin vor allem zur Behandlung von Magen- und Darmstörungen, Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma) sowie als leichtes Diuretikum verwendet, während er als Küchengewürz zur Verfeinerung von Suppen, Salaten, Fleischgerichten und gekochtem Obst dient.