Synonyme: Hyssopus arisatus, H. canascens, H. cinerascens, H. cinereus, H. cretaceus, H. montanus;
Isop, Kirchenysop, Klosterysop

Historisches: Der Gattungsname Hyssop ist orientalischen Ursprungs und wird mit dem hebräischen ezob bzw. dem arabischen azzol (heiliges Kraut) in Verbindung gebracht. Über die Verwendung des wahren Ysop im Altertum bestehen Unklarheiten. Dies gilt auch für den Ysop der Israeliten wie er in der Bibel (Psalm 51) erwähnt wird und zur symbolischen Reinigung von Aussätzigen diente. In den Kräuterbüchern des Mittelalters wird Ysop vor allem bei Erkrankungen der Atemwege empfohlen.

Drogen: 1. Hyssopi aetheroleum (syn. Aetheroleum Hyssopi); Ysopöl, das durch Wasserdampfdestillation gewonnene äther. Öl.
Inhaltstoffe: komplexes Gemisch, u.a. mit 1-Pinocamphon (7-25 %), Isopinocamphon (16-22 %), Pinocarvon (10-23 %), und β-Pinen (7-11 %).
2. Hyssopi herba (syn. Herba Hyssopi); Ysopkraut (syn. Ispenkraut, Josefskraut, Weinespenkraut), die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.
Inhaltstoffe: äther. Öl (0,1-0,3 %), Gerbstoffe ( 5-8 %, v.a. Rosmarinsäure), Flavonoide (Diosmin, Hesperidin, Vicenin-2), Marubiin (Bitterstoff), Oleanolsäure, Ursolsäure, β-Sitosterol, Gummi, Harz, Zucker.