Botanische Merkmale: eine der größten Angiospermen-Gattungen überhaupt: ca. 1.600 Arten, besonders in den wärmeren Gebieten der alten Welt sehr formenreich; in diese Gattung gehören auch die bekannten charakteristischen cactoiden Achsensukkulenten der insbesondere afrikanischen Trockengebiete; diese Gattung weicht vom Familienbauplan stark ab, ist also nicht repräsentativ für die Familie, obwohl namengebend!; die Gattung ist durch ein eigentümliches Pseudanthium (Cyathium) ausgezeichnet: eine entomophile, scheinbare Zwitterblüte, die jedoch eine stark umgeformte Infloreszenz aus eingeschlechtigen Blüten darstellt; an der Spitze des Cyathiums sitzt als Endblüte eine ♀ Blüte, sie besteht aus einem 3-karpelligen Fruchtknoten mit 3 Griffeln zu je 2 Narbenlappen, ein Perianth fehlt völlig, unterhalb dieser ♀ Blüte sitzen 5 miteinander ± verwachsene Schuppenblätter, die eine becherartige Hülle bilden; ♂ Blüten: in den Achseln der Schuppenblätter sitzt je eine wickelige Partialinfloreszenz, jede ♂ Blüte besteht aus nur einem einzigen Staubblatt, das Perigon ist auf Null reduziert, nur eine Einschnürung lässt noch die Grenze zwischen Blütenstiel und Filament erkennen; die Ähnlichkeit des Euphorbia-Cyathiums mit einer Zwitterblüte wird noch durch die, meist 4, großen ovalen oder halbmondförmigen Nektardrüsen erhöht, an die Stelle der 5. Nektardrüse kommt die nickende ♀ Blüte zu liegen; die ganze Pflanze enthält reichlich ± giftigen Milchsaft; Laubblätter schraubig, ungeteilt; Cyathien relativ groß, dadurch für die Untersuchung gut geeignet, mediterrane Felsheiden, bei uns als Steingartenpflanze kultiviert.