"[IV.183. - Wurmfarn] - Aspidium filix mas (Polypodiaceae) - Gemeiner Wurmfarn
Pteris - Einige nennen sie Pterion, Andere Pterineon, Dasyklonon, Anasphoron, Blechnon, Polyrrhizon, die Propheten Zweig des Merkur, die Römer Philis phanaria, auch Laculla oder Filix, die Aegypter Eselsblut - Es sind Blätter ohne Stengel, Blüthe und Frucht aus nur einem Spross von der Länge einer Elle hervorgehend, eingeschnitten und ausgebreitet wie eine Feder, etwas übelriechend. Sie hat eine an die Oberfläche kommende schwarze, längliche Wurzel mit vielen schwach adstringirend schmeckenden Auswüchsen. Sie wächst in bergigen und felsigen Gegenden. 4 Drachmen der Wurzel mit Honigmeth genommen treiben den Bandwurm aus, besser aber, wenn man sie mit 4 Obolen Skammonium und schwarzer Nieswurz gibt. Diejenigen, welche sie nehmen, müssen vorher Knoblauch essen. Sie hilft auch zur Beseitigung der Milzsucht. [Ferner ist die zerriebene Wurzel mit Fett als Salbe von guter Wirkung bei Wunden durch Rohr. Der Beweis ist dieser- Wo viel Rohr das Blechnon umgibt, verschwindet das Blechnon, und andererseits wo Rohr ist und viel Blechnon dieses einschliesst, verschwindet das Rohr.]"
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)