"Miraculin: Die Droge ist ein Protein aus den sog. Wunder- und Miraculinbeeren, das sind die etwa kirschgroßen Früchte eines in den Tropen Westafrikas beheimateten, immergrünen Strauchs. Kaut man das Fruchtfleisch, ohne den Saft zu schlucken, so nehmen saure Säfte, wie Zitronensaft, eine süße Geschmacksnote an, obgleich das Miraculin selbst keinen süßen Geschmack aufweist. Die Substanz wird daher als Geschmackswandler bezeichnet. Die sinnesphysiologische Erforschung der Droge steht noch aus."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)