Iris pseudo-acorus
"Die sogenannte Wurzel dieser Iris kam in frühem Zeiten unter dem Namen falscher Kalmus, Ackerwurzel, Drachenwurzel, gelbe Schwertelwurzel, Rad. Acori palustris, Acori adulterini, Pseudacori, Ireos palustris, Gladioli lutei, in dem Arzneyschatze vor. Der frische Saft derselben enthält, so wie der der vorhergehenden Arten, einen scharfen Stoff und ist brechenerregend und abführend. Neben dem scharfen Stoffe enthält die Wurzel auch Gerbestoff, und soll sich daher bey Diarrhöen und Rubren wirksam gezeigt haben.
Guyton -Morveau gab die Aachricht, dass William Skrimshire in Aicholson’s Journal seine Entdeckung bekannt gemacht habe, nach welcher die Samen von Iris Pseud-Acorus, gebrannt, als Kaffee benutzt werden könnten, und zwar sollten sie alle andre Samen von Grasarten und Hülsenfrüchten durch einen aromatischen Kaffeegeruch übertreffen. Ich habe damals selbst diese Samen in Hinsicht dieser Benutzung geprüft; aber wenn gleich der aus diesen Samen bereitete Kaffee nicht unangenehm schmeckte, so fehlte ihm der aromatische Geruch und Geschmack doch gänzlich."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Zwölfter Band. 1833)