"Sandelholzöl: Man unterscheidet zwei Haupthandelssorten von Sandelholzölen: 1) australisches Sandelholzöl aus dem Holz der in Westaustralien vorkommenden Eucarya spicata und 2) ostindisches Sandelholzöl aus dem Kernholz von Santalum album. Das australische Sandelholzöl gewinnt man durch Extraktion des Holzes mit Petrolether und anschließender Vakuumdestillation. Das ostindische Öl mittels Wasserdampfdestillation. Beide Öle haben ähnliche Zusammensetzungen und Geruchsqualitäten.
Es handelt sich um eine leicht viskose, fast farblose bis gelbliche Flüssigkeit von süßem, holzigem und anhaftendem Geruch. Der Geschmack ist kratzend und bitter. Nach der Resorption werden die Santalolalkohole, nach Bindung an Glukuronsäure, durch die Nieren ausgeschieden, wobei der Harn eine gewisse antiseptische Wirkung erhält. Als unerwünschte Wirkungen können dyspeptische Beschwerden und Magenschmerzen auftreten."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)