"Wiesen-Salbey, wilde Salbey, Waldsalbey, römische Salbey, turksche Salbey, Scharley, Scharleykraut, Scharlachkraut, Muskatellerkraut.
Wächst in ganz Deutschland, so wie auch in den übrigen Ländern Euronens, auf Wiesen, Hügeln und Hainen.
Blühet vom May bis in den Julius.
An einigen Orten hat man ehedem die Blätter, Folium Salviae pratensis, gebraucht. Sie sind von balsamischem, etwas widrigem Geruche und von balsamischem, etwas salzigem, krautartigem Geschmacke. Man bediente sich ihrer nur äußerlich im frischen Zustande als Wundmittel, besonders bey Geschwüren an den Füßen, die man damit bedeckte. Eier und Wein werden durch sie berauschend, aber zugleich auch schädlich; dessen ungeachtet aber soll man sich ihrer, um diese Getränke scheinbar geistreich zu machen, aus Gewinnsucht bedient haben."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Sechster Band. 1855.)