"[II.206. - Batrachion]
Batrachion, Einige nennen es wilden Sellerie. Von diesem gibt es mehrere Arten, aber sie haben eine
Kraft, nämlich eine scharfe und sehr leicht Geschwüre verursachende. Die eine von ihnen hat dem
Koriander ähnliche, aber bittere, dabei weißliche und fettglänzende Blätter, eine gelbe, zuweilen
purpurfarbige Blüte, einen nicht starken, eine Elle hohen Stengel, eine kleine weiße, bittere Wurzel mit
Nebenwurzeln wie die Nieswurz; sie wächst an fließenden Gewässern. Es gibt eine zweite Art, sie ist
rauhaariger, hat einen größeren Stengel und viele Einschnitte an den Blättern; sie wächst am meisten
in Sardinien und ist sehr scharf, man nennt auch diese wilde Sellerie. Die dritte ist sehr klein und riecht
schlecht, die Blüte ist goldgelb. Die vierte gleicht dieser, hat eine milchweiße Blüte. Die Blätter, Blüten
und zarten Stengel haben die Kraft, als Kataplasmen schmerzhafte Geschwüre und Schorf zu bilden.
Deshalb bringen sie schorfige Nägel und Krätze weg und entfernen Brandmale, ebenso gewöhnliche
und dünn gestielte Warzen und (heilen) die Fuchskrankheit, wenn sie kurze Zeit aufgelegt werden.
Gekocht bilden sie eine warme Bähung für die, welche von Frostbeulen zu leiden haben. Die Wurzel
erregt Niesen, wenn sie trocken fein gestoßen in die Nase gebracht wird, lindert auch
Zahnschmerzen, wenn sie (an die Zähne) gelegt wird, sie zerbröckelt sie allerdings."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)