"Ueber Staphylinos und Elaphoboskon der Alten
herrscht eine seltsame Verwirrung in den Schriften
der Vater der neueren Botanik. Man hat gewöhnlich
Staphylinos durch Pastinak übersetzt, wozu offenbar
Plinius Anlass gab, was aber kaum zubilligen ist. Meiner
Meinung nach muss Staphylinos nur durch Karotte
und Elaphoboskon durch Pastinak gegeben werden, für
welche Annahme ich die Gründe an einem andern Orte
zu erörtern gedenke. Dioscorides hat zwei Arten Staphylinos, eine wilde und eine cultivirte unwirksamere.
Erstere ist nach Sibthorp Daucus guttatus, der
diese Pflanze häufig auf den Inseln des Archipelagus
fand , und der zahme Staphylinos ist wohl nichts anderes
, als die gemeine gelbe Rübe, Daucus Carota
L. Nach Strabo wächst in Mauritanien ein
Staphylinos mit 12 Ellen hohem Stengel. Dieses könnte
auf Daucus Carota mauritanicus oder auch auf Daucus parviflorus Desfont gehen, eine Pflanze, die
in Mauritanien wächst und der gelben Rübe ähnlich
ist.
Die Hippokratiker gebrauchten den Staphylinos innerlich
mit Wein gegen Sterilität."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)