"Lilium candidum
Man bereitete ehedem von ihnen in noch frischem Zustande ein destillirtes Wasser, Aqua Florum Liliornm alborum, welches zu Schönheitsmitteln genommen wurde... Das gekochte Ohl, Oleum Florum Liliorum alborum coctum, so wie die in ausgepresstem Öhle aufbewahrten Kronenblätter, sind noch jetzt in den Apotheken vorhanden, wenn sie gleich mehrentheils nur von dem gemeinen Mann als Hausmittel verlangt werden. — Die Staubkölbchen , oder vielmehr der in denselben enthaltene Befruchtungsstaub, wenn er mit Magnesie oder Zucker gemengt und sorgfältig getrocknet aufbewahrt wird, soll, ... in der Fallsucht bey vorausgeschickter, wiederholter Ausleerung der ersten Wege, mehrmals ausgezeichnet Dienste geleistet haben."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)