"Palustrin, das toxische "Alkaloid" in Equisetum-Arten: Palustrin kommt in Mengen von 0,1-0,3 % in Equisetum palustre vor. In Spuren ist es neben Nikotin auch in anderen Equisetum-Arten, darunter in E. arvense und E. hyemale enthalten.
Palustrin ist toxisch und erreicht die Toxizität des Nikotins. Der Sumpfschachtelhalm ist weniger durch akute Toxizität bekannt geworden, seinen Ruf als Giftpflanze verdankt er vielmehr einer als "Taumelkrankheit" bezeichneten Intoxikation, die nach zwei bis fünf Wochen bei Pferden auftritt, wenn dem Heu mehr als 20% Sumpfschachtelhalme zugesetzt werden. Vergleichbare Vergiftungen sind beim Menschen bislang nicht beobachtet worden."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)