Synonyme: Absinthium majus, A. officinale, A. vulgare;
Absinth, Alsem, Bitterer Beifuß, Wurmkraut

Historisches: Die Herkunft des Artnamens absinthium ist unklar. Nach Dioskurides stammt er von apsinthos (unerfreulich) oder von apinthos (untrinkbar) ab. Ebenso ist die Herkunft des deutschen Namens Wermut nicht gesichert. Möglicherweise sollten mit der Bezeichnung wurmwidrige Eigenschaften der Droge zum Ausdruck gebracht werden. Nach Dioskurides haben bereits die alten Ägypter den Wermut als Somi gekannt, der in der Form Saam im Papyrus Ebers vorkommt. Bei den latinischen Festen erhielt der Sieger im Wettrennen mit Stiergespannen auf dem Kapitol einen Wermuttrank. Bedeutung hat der Wermut über die Jahrtausende bis in die Gegenwart sowohl als Arznei- als auch als Genußmittel behalten, wie unter anderen aus dem bergischen Spruch hervorgeht "Wermot ist för alles got".

Droge: Absinthii herba; Wermutkraut (syn. Eltzkraut, Magenkraut), die zur Blütezeit gesammelten und getrockneten Laubblätter und blütentragenden Zweigspitzen.
Inhaltstoffe: äther. Öl (Oleum Absinthii;0,2-1,5 %), je nach Herkunft variiert dessen Zusammensetzung, dominierend sind allg. (+)-Thujon, cis-Epoxyocimen, trans-Sabinylacetat und Chysanthenylacetat, ferner wurden Sesquiterpene identifiziert, u.a. a-Bisabolol, β-Curcumen sowie Spathulenol. Weitere Bestandteile sind Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe, bes. das dimere Guajanolid Absinthin (0,20-0,28 %) vgl. Formel, ferner Anabsinthin, Artabsin, Artabin und Matricin sowie Flavonolglykoside.