Verwendet werden die getrockneten Blüten und die getrockneten, Blüten tragenden, beblätterten Zweige, sowie die getrockneten Früchte.
Traditionelle Anwendung:
Die Pflanze wirkt bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens, leichten Formen von bradikarden Rhythmusstörungen, mangelnder koronare Durchblutung. Bestandteil zahlreicher Arzneifertigpräparate, oft in Kombination mit anderen Drogen oder Substanzen, u.a. auch mit Cardenoliddrogen.
Homöopathie:
Crataegus HAB1., die frischen, reifen Früchte.
Anwendungsgebiet: Herz- und Kreislaufstörungen, Altersherz.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
HMPC (Herbal Medicinal Product Committee): Weißdornblätter mit Blüten: Durch klinische Daten belegte Anwendungsgebiete (Zulassung) bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzinsuffizienz) entsprechend Stadium II nach NYHA (New York Heart Association).
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Weißdornblätter mit Blüten: Anwendungsgebiet für Fertigarzneimittel mit alkoholischen Extrakten als Wirkstoff ist nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzinsuffizienz) entsprechend Stadium II nach NYHA (New York Heart Association). Für Teezubereitungen lautet das Anwendungsgebiet „nervöse Herzbeschwerden und Unterstützung der Herz- und Kreislauffunktion“.
Weißdornfrüchte: Nervöse Herzbeschwerden und Unterstützung der Herz- und Kreislauffunktion.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses:
1,0 bis 1,5 g fein geschnittene Weißdornblätter mit Blüten mit ca. 150 mL siedendem Wasser übergießen und nach 15 Min. abseihen. Weißdornfrüchte sind für die Bereitung eines Teeaufgusses nicht geeignet.
3 bis 4 mal täglich über mehrere Wochen eine Tasse Weißdorntee (Weißdornblätter mit Blüten) trinken. Mittlere Tagesdosis 3,0 bis 6,0 g Droge.