Verwendet wird die getrocknete Rinde junger Zweige im 2. oder 3. Jahr und die getrockneten Blätter.

Traditionelle Anwendung:
Weidenrinde und -blätter helfen bei fieberhaften Erkrankungen, rheumatischen Beschwerden, Kopfschmerzen. Bestandteil verschiedener Grippe- und Rheumatees sowie entsprechender Fertigarzneimittel. Traditionell bei Neuralgien, auch inneren Blutungen; in der Volksheilkunde auch bei Zahnschmerzen, Gicht, Magen-Darm-Beschwerden, Blutungen, Neuralgien, Fußschweiß und zur Wundbehandlung.

Homöopathie:
Salix purpurea HAB 34; die frisch von den Ästen geschälte Rinde.
Anwendungsgebiet: Verdauungsstörungen, Schwindel.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy ): zur Linderung leichter Rückenschmerzen sowie zur symptomatischen Behandlung leichter Gelenkarthrose und bei rheumatischen Beschwerden.
ESCOP
Wissenschaftlich belegte Indikationen: Fieberhafte Erkrankungen, Kopfschmerzen.
Unerwünschte Wirkungen: Salicylat-Nebenwirkungen sind bei der durch die Droge zugeführten "Salicylat-Dosis" nicht zu befürchten.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 bis 3 g fein geschnittene oder grob pulverisierte Weidenrinde werden mit 150 mL kaltem Wasser versetzt, der Ansatz zum Kochen gebracht, vom Herd genommen und nach 10 Min. abgeseiht.
3- bis 4-mal täglich eine Tasse Weidenrindentee (Rheumatee) trinken; mittlere Tagesdosis bei Erwachsenen 4 bis 12 g Droge.