Synonyme: Gewöhnliche Wegwarte, Wilde Zichorie, Zichorie

Historisches: Cichorium ist bei Horaz der Name, der sich von kio (gehe) und chorion (Feld) ableitet, somit in Verbindung mit dem bevorzugten Standort der Pflanze steht. Der Artname intybus wird teils auf das griechische éntomos (eingeschnitten) im Hinblick auf die Form der Laubblätter, teils vom lateinischen in (in) und tubus (Röhre) zur Kennzeichnung des hohlen Stengels abgeleitet. Auch der deutsche Name Wegwarte weist auf den bevorzugten Standort der Pflanze, nämlich am Wege stehend, hin. Die Pflanze war bereits im Altertum bekannt und nach Dioskurides und Plinius bereits vonden Ägyptern als magenstärkendes Gemüse kultiviert.

Drogen: 1. Cichorii folia et radix (syn. Folia et Radix Cichorii, Folia et Radix Intybi); Cichorienblätter und Wurzeln (syn. Gemeine Wegwartenblätter und Wurzeln, Wegwartenblätter und Wurzeln, Zichorienblätter und Wurzeln).
Inhaltstoffe: Zimtsäurederivate, u.a. D-(+)-Dicaffeoylweinsäure (Cichoriensäure), ferner Flavonoide, bes. Kämpferolglykoside, und Sesquiterpenlactone.
2. Cichorii radix (syn. Intybi radix, Radix Cichorii, Radix Intybi); Wegwartenwurzel (syn. Zichorienwurzel), die im Herbst gesammelte, getrocknete Wurzel von C. intybus var. sativum.
Inhaltstoffe: Inulin (ca. 50-60 %), Sesquiterpenbitterstoffe, u.a. Lactucopicrin, Kaffeesäurederivate, insbes. Cichoriensäure (s. Cichorium endivia), Gerbstoffe und Phytosterole.