"Die Alten kannten zwei Arten von Tribolos, wovon die eine als ein lästiges Unkraut auf Aeckern wächst Tribulus terrestris L. , die andere aber nur im Wasser vorkommt, und im Teutschen Wassernuss, Trapa natans L. beisst. Nur von dieser letzteren ist in den hippokratiscben Schriften die Rede, weil immer beigesetzt wird, der am Meere vorkommende Tribolos.
Die Pflanze zu den Nahrungsmitteln zu rechnen, rechtfertigt das Alterthum und auch die neuere Zeit, Die Thracier, sagt Dioscorides, welche um den Fluss Strymon wohnen , füttern ihre Pferde mit den Blättern , die Nüsse aber essen sie und gebrauchen sie statt des Brodes. — Plinius gibt ungefähr dieselbe Nachricht und setzt noch bei, dass auch die Bewohner der Ufer des Nils sie essen. Vor Jahrhunderten as man die Früchte unter dem Namen Wasserkastanien in Frankreich und wahrscheinlich noch immer, so wie es auch in Sachsen geschieht. — Valerius Cordus beobachtete schon die sonderbare Keimart dieser Pflanze.
Die Hippokratiker bedienten sich der Wassernuss zur Beförderung der Menstruation und wendeten die zerstoßene Wurzel und Blätter zur Beförderung des Abgangs der Nachgeburt an."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)