"Asiaticosid: Die Droge gewinnt man durch Extraktion aus dem getrockneten Kraut von Hydrocotyle (syn. Centella) asiatica, einer in tropischen Teilen Asiens (besonders Indiens und Indonesiens) sowie auf Madagaskar heimischen Pflanze. Das Kraut wurde auf Madagaskar zur Behandlung lepröser Wunden verwendet, in Indien außerdem gegen Syphilis. Man verwendete den frischen Pflanzensaft innerlich und äußerlich.
Asiaticosid soll direkt in den Vernarbungsprozess eingreifen und regulierend auf die Bildung neuen Gewebes so einwirken, dass das Entstehen unschöner Narben verhindert wird. Die Droge wirkt lokal antimykotisch gegen Trichophyton-Arten. Äußerlich angewendet ist sie Bestandteil von Salben zur Förderung des Vernarbungsprozesses, bei Störungen der Wundheilung, bei leichten Verbrennungen, bei Ekzemen und Geschwüren."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)