Verwendet wird das ganze Kraut (Asperulae herba) am besten während der Blüte im Mai.
Traditionelle Anwendung:
Das Kraut wirkt in der Volksheilkunde bei Unruhezuständen, Kopf- und Leibschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden, Nervenschmerzen und Nervosität sowie bei Lebererkrankungen, Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden und Venenerkrankungen. Im Haushalt wird die frische Droge gern zur Bereitung einer Waldmeisterbowle oder von Maiwein genutzt. Tox.: Cumarin ruft u.a. Kopfschmerzen und bei chronischer Verwendung eventuell Tumore hervor. Daher ist die Verwendung von Cumarin und Waldmeisterkraut zur gewerblichen Herstellung von Essenzen für Genußzwecke seit 1981 verboten. Für die Bereitung der Maibowle sollte pro Liter Wein nicht mehr als 3 g Frischdroge eingesetzt werden.
Homöopathie:
1. Galium odoratum HAB1, die frischen, kurz vor der Blüte gesammelten oberirdischen Teile.
2. Galium odoratum spag. Zimpel (syn. Asperula odorata spag. Zimpel) HAB1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: in der spagyrischen Therapierichtung bei Erkrankungen der Haut und des Stoffwechsels.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
Keine wissenschaftlich belegten Indikationen.
Erfahrungsmedizin: Unruhezustände, nervöse Befindlichkeitsstörungen.
Keine unerwünschten Wirkungen bekannt.
Bereitung eines Teeaufgusses (traditionell):
Aus getrocknetem Kraut mit kochendem Wasser einen Tee aufbrühen.