Wacholder m, Juniperus, nordhemisphärisch verbreitete Gattung der Zypressengewächse mit ca. 60 Arten. Langsam wachsende, immergrüne, ein- oder zweihäusige Sträucher oder Bäume mit nadel- oder schuppenförmigen Blättern und fleischigen Beerenzapfen. Die auch als „Beeren“ bezeichneten Scheinfrüchte entstehen durch Verwachsung und Fleischigwerden von 3 oder mehr Deck-Samenschuppen-Komplexen.
Der Gemeine oder Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis) ist meist strauchig, in Einzelfällen bis 10 m hoch, besitzt in Dreier-Wirteln angeordnete Nadelblätter, blaue bis schwarze, im zweiten Jahr reifende Beerenzapfen und kommt in Nordamerika, Nordafrika und in Europa bis Nordostasien vor. Er wächst als Lichtholzart (Lichthölzer) von der Ebene bis ins Gebirge vor allem auf sonnigen Heiden und Magerweiden (Beweidungszeiger), auf wechselfeuchten oder mäßig trockenen Böden, und ist in Deutschland geschützt. Reife „Wacholderbeeren“ werden als Gewürz, zur Herstellung alkoholischer Getränke (Gin, Genever, Steinhäger) sowie zur Gewinnung von Wacholderbeeröl verwendet.
Der Zwerg-Wacholder oder Berg-Wacholder (Juniperus communis ssp. alpina), ein niederliegender, bis 30 cm hoher Strauch mit weichen Blättern, ist ein Gehölz der (sub-)alpinen Höhenstufe, wo er als Pionierpflanze dichte Bestände bilden kann.