"Ulmus campestris L.
Außer der Ulmen- oder Rüsternrinde, welche im Mai von den noch jungen Bäumen gesammelt werden muss und innerlich, so wie äußerlich, gegen Flechten, Kopfgrind, Scropheln, Skorbut, Fluor albus u. s. w. gelobt wird, empfiehlt Woyt noch die frischen Blätter, welche, äußerlich aufgelegt, die podagrischen Schmerzen stillen. "Die Abkochung der (zarten) Ulmenwurzel heilet den Brand und vertreibt die Narben." Zum äußerlichen Gebrauch kocht man sechs Lot von der Rinde oder Wurzel mit zwei Flaschen Wasser bis zur Hälfte ein, womit Waschungen, Fomentationen (bei Kopfgrind, Flechten, Geschwüren), auch Injektionen (bei Fluor albus) gemacht werden."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)
"Ulmus fulva.
Ein Dekokt von der Rinde derselben ist ein nordamerikanisches Volksmittel gegen Diarrhöe und Ruhr."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)
"Cortex Ulmi interioris, innere Ulmenrinde.
Sie ist ein rein zusammenziehendes, viel Gerbsäure enthaltendes Mittel, wirkt wie Galläpfel, Drachenblut etc., und wird als Abkochung gegen das Durchliegen schwacher Kranken, so wie gegen schlaffe Fußgeschwüre, überhaupt in den Fällen als Volksmittel gebraucht, wo die Eichenrinde nützt."
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)