Verwendet werden die unterirdischen Teile der Pflanze, bestehend aus Wurzelstock (Rhizom) und Wurzel (Cimicifugae rhizoma). Sie werden nach der Fruchtreife ausgegraben, gewaschen und getrocknet.

Traditionelle Anwendung:
Auszüge der Droge sind Bestandteil von Arzneifertigpräparaten, die als Stimulans bei Funktionsstörungen der weiblichen Geschlechtsorgene bes. bei dysmenorrhoischen sowie klimakterisch bedingten neurovegetativen Beschwerden zur Anwendung kommen.

Homöopathie:
Cimicifuga racemosa HAB1, der frische Wurzelstock mit den anhängenden Wurzeln.
Anwendungsgebiet: rheumatischer und wirbelsäulenbedingter Muskelschmerz, Krampfschmerz des Herzens, des Magen-Darm-Traktes, der Gallenblase und im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane, bes. Wechseljahresbeschwerden, nervöse Erregungs- und depressive Verstimmungszustände.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
HMPC (Herbal Medicinal Product Committee): Die innerliche Anwendung von Traubensilberkerzen-Wurzelstock zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und übermäßiges Schwitzen ist medizinisch allgemein anerkannt („well-established use“). Durch klinische Daten belegte Anwendungsgebiete (Zulassung): zur Linderung von psychischen und neurovegetativen Beschwerden, bedingt durch die Wechseljahre.
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen, starkes Schwitzen, Schlaf­störungen und nervöse Reizbarkeit.
ESCOP
Unerwünschte Wirkungen: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wurden bisher keine unerwünschten Wirkungen beobachtet.

Bereitung eines Teeaufgusses:
Von der Bereitung eines Teeaufgusses von Traubensilberkerzen-Wurzelstock ist abzuraten.