Verwendet werden die Blätter und Wurzeln.
Traditionelle Anwendung:
Durch die parasympathikolytische Wirkung der Tropanalkaloide in den Belladonnablättern werden die Drogen zur Spasmolyse im Gastrointestinaltrakt, der Gallenwege, der Harnblase und der Bronchiolen eingesetzt. Außerdem führt Atropin zur Mydriasis und Akkomodationslähmung, es hemmt die Sekretion exokriner Drüsen (Speichel-, Magensaft-, Pankreassaft- und Schweißsekretion) und führt zur Unterdrückung von Übelkeit und Erbrechen. In Dosen ab 3 mg (-)-Hyoscyamin kommt es zur Stimulation des ZNS, ab 10 mg zu zentralen Lähmungen.
Darüber hinaus diente die Droge zur sogenannten Bulgarischen Kur, benannt nach dem bulgarischen Wunderheiler Ivan Raeff aus Schipka, die zur Therapie der chronischer Encephalitis genutzt wurde. Diese Anwendung ist heute obsolet.
Homöopathie:
1. Atropa belladonna (syn. Belladonna) HAB1, am Ende der Blütezeit gesammelte, ganze, frische Pflanze ohne verholzte Stengelteile.
Anwendungsgebiet: Entzündungen der Mandeln, der Atemorgane, des Magen-Darm-Kanals, der Harn- und Geschlechtsorgane, der Hirnhäute, der Haut und der Gelenke.
2. Atropa belladonna Rh HAB1, am Ende der Blütezeit gesammelte, ganze, frische Pflanze ohne verholzte Stengelteile.
Anerkannte Medizinische Anwendung:
Als Arzneipflanze nicht mehr in Gebrauch aufgrund der hohen Toxizität.