Verwendet werden die getrockneten Blätter und Blüten des Krauts (Thymi herba) und das darin enthaltene ätherische Öl.

Traditionelle Anwendung:
Das Kraut wird als Expektorans bei Katarrhen der oberen Luftwege und Bronchitis eingesetzt. Oft Bestandteil von entsprechenden konfektionierten Teegemischen. Extrakte der Droge sind in zahlreichen Arzneifertigpräparaten enthalten, die der gleichen Indikation dienen.
Thymianöl wirkt innerlich als Expektorans, z.B. mikroverkapselt in Bronchialtees, ferner äußerlich in Arzneifertigpräparaten für Bäder bei Bronchitis, bei entzündlichen Hauterkrankungen, Zerrungen und Verstauchungen. In der Kosmetik als Desodorantien für Mundpflegemittel und Antischuppen-Haarwässer sowie zum Parfümieren von Toilettenartikeln. Industriell zur Gewinnung von Thymol, das antimikrobielle Eigenschaften besitzt.

Homöopathie:
Thymus vulgaris HAB 1; Thymian, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: Bronchialerkrankungen.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): innerlich bei Symptomen der Bronchitis und des Keuchhustens und bei Katarrhen der oberen Luftwege; ESCOP ergänzt: äußerlich bei Entzündungen der Mundschleimhaut und gegen Mundgeruch.
Erfahrungsmedizin: Völlegefühl, Blähungen.
Unerwünschte Wirkungen: Unverdünntes Öl besitzt eine starke lokale Reizwirkung. Vorsicht bei Kleinkindern und Säuglingen: stark riechende Substanzen (z. B. Thymianöl) können, wenn sie im Bereich der Nase appliziert werden, einen Glottiskrampf auslösen.

Bereitung eines Teeaufgusses:
1,5 bis 2 g Thymian mit 150 mL heißem Wasser übergießen (nicht kochen!), 10 Min. ziehen lassen und abseihen.
Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Thymiantee warm trinken.
Thymianfluidextrakt: 1- bis 3-mal tgl. 1 bis 2 g Fluidextrakt.