"Thymus Vulgaris L., Thymian. Diese, bei uns in Gärten gebaute, kleine Pflanze, ähnlich dem wild wachsenden
Quendel, wird nicht allein als Gewürz beim Wurstmachen benutzt, sondern dient auch als Hausmittel
äußerlich zu trocknen, zerteilenden Umschlägen, wo das trockne Kraut und die Blumen mit Kamillen, Flieder u. s. w.
in Kräutersäckchen aufgelegt werden. In früherer Zeit wandte man den Thymian auch innerlich an.
"Das Kraut und der Samen treiben den Urin, stärken das Haupt, dienen wider Verschleimung, Keuchen,
Engbrüstigkeit, Podagra, verlornen Appetit, — außerlich wider blaue Mäler, geronnen Geblüt, kalte Geschwulst,
Glieder- und Hüftweh, Blähungen.""
(Georg Friedrich Most: Enzyklopädie der Volksmedizin von 1843)