"Thuja: Thuja occidentalis ist u.a. gekennzeichnet durch horizontal abstehende Äste mit nadelartigen, später schuppigen, dachziegelartig sich deckenden Blättern, welche Exkretbehälter aufweisen. Nach der Vorschrift des homöopathischen Arzneibuchs wird die Tinktur aus den zur beginnenden Blütezeit geernteten frischen Zweigspitzen hergestellt: eine grüne bis grünlichbraune Lösung, die angenehm aromatisch riecht und stark bitter schmeckt. Sie enthält mind. 0,2% ätherisches Öl mit Thujon, Pinen, Kampfer, Fenchon und Bornylacetat als Hauptkomponenten.
Man bepinselt die Warzen einige Wochen hindurch morgens und abends mit der Tinktur. Von der Zusammensetzung der Thujatinktur her ist eine Beeinflussungsmöglichkeit der Warzen und Viren nicht vorstellbar. Wahrscheinlich liegt eine Verwechslung mit der Sadebaumtinktur vor."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)