"Teufelskrallenwurzel: Die Droge besteht aus den sekundären Speicherwurzeln (Knollen der Seitenwurzeln) von Harpagophytum procumbens. In getrocknetem Zustand lassen sich die Knollen nur sehr schwer zerschneiden und pulverisieren; sie werden daher nach dem Graben sofort, noch frisch, zerkleinert, so dass sie für die Verwendung als Tee geeignet sind.
Die bis 2 cm langen Stücke sind außen gelblichgrau bis hellrosafarben, hart, schwer zu brechen; der Bruch ist glatt, die Bruchstücke hornartig. Sie haben keinen auffallenden Geruch, der Geschmack ist bitter. Teufelskralletee und Harpagotee werden zur Herstellung eines Infuses verwendet. Als Pulverdroge oder in Extraktform dient Teufelskrallenwurzel zur Herstellung von Kombinationspräparaten in Kapsel-, Tabletten-, Tropfen, ja selbst in Salbenform. Harpagophytumtee und -extrakt enthaltende Präparate sind Bittermittel, sie bei dyspeptischen Beschwerden angezeigt sein dürften. Harpagophytum gehört - ähnlich wie Ginseng - zu den Drogen, für die sehr hohe Preise verlangt werden."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)