Pistacia terebinthus
"Theils von selbst, theils nach gemachten Einschnitten, fließt aus dem Stamme des beschriebenen Gewächses eine balsamartige Flüssigkeit (Cyprischer Terbenthin , Pistazien - Terbenthin oder Terbenthin von Chio, Terebinthina cypria , seu pistacia, seu de Chio). Sie stellt eine sehr feine und treffliche Sorte von Terbenthin dar, von dicklicher, zäher Consistenz, grünlicher und weißlichgelber durchscheinender Farbe, und besitzt einen angenehmen citronen- und jasminartigen Geruch und ziemlich milden Geschmack. Später erhärtet sie zu einem durchscheinenden gelblichen Harz.
Da sie selten echt, meist mit gewöhnlichen Terpenthin verfälscht ist, so wird sie gegenwärtig nicht mehr, wenigstens in Deutschland, angewendet. Durch Insectenstich sollen sich an dem Baume häufig krankhafte Auswüchse bilden, die wie Tabak gebraucht, gegen Asthma große Erleichterung verschaffen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Dreizehnter Band, 1837)