Verwendet werden die oberirdischen Teile blühender Pflanzen bestehend aus Stängeln, Blätter und Blüten sowie einigen wenigen Kapseln (Centaurii herba).

Traditionelle Anwendung:
Das Kraut wirkt bei Appetitlosigkeit und dyspeptische Beschwerden und ist Bestandteil von Magentees zur Anregung der Magensaftproduktion. In der Volksheilkunde auch bei Leber- und Galleleiden sowie früher bei Fieber.

Homöopathie:
Centaurium erythraea HAB; die ganze, frische Pflanze.
Anwendungsgebiet: Magenbeschwerden.

Anerkannte Medizinische Anwendung:
ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy): Bei Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich (dyspeptische Beschwerden).
ESCOP
Unerwünschte Wirkungen: Kontraindiziert bei Magen- und Darmgeschwüren.

Bereitung eines Teeaufgusses:
2 bis 3 g fein geschnittenes Tausendgüldenkraut mit 150 mL kochendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Min. abseihen.
Mehrmals täglich eine Tasse warmen Tausendgüldenkrauttee trinken. Auch kombiniert mit anderen Drogen wie Wermutkraut und Schafgarbenkraut (Magentees). Zur Appetitanregung soll der Aufguss jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten getrunken werden. Tagesdosis: 6 g Droge.