"[II.122. - Taumellolch] - Lolium temulentum (Gramineae) - Taumellolch
Der Taumellolch, Einige nennen ihn Thyaros [die Römer Lolium] welcher zwischen dem Weizen wächst, hat, wenn er gemahlen ist, die Kraft, fressende, eiternde und krebsartige Geschwüre rings herum einzureißen, wenn er mit Rettig und Salz aufgelegt wird. Wilde Flechten und Aussatz heilt er mit natürlichem Schwefel und Essig. Mit Taubenmist und Leinsamen in Wein gekocht öffnet er Mandeln und reißt schwer reifende Geschwüre auf. Mit Honigmeth, sowohl getrunken als auch umgeschlagen, hilft er denen, die an Ischias leiden. Mit Mehl aber oder Myrrhe, Safran oder Weihrauch geräuchert ist er der Empfängnis behilflich."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)