"Binsuga [A. A. Apiago] (Lamium album, so übersetzt Reuss, während der Name Apiago eher auf apiacon, eine dem Selerie, Apium ähnliche Kohlart, von der Cato bei Plinius redet, schliessen lässt). Die Binsuga ist warm, wer sie geniesst, lacht gern, da ihre Wärme auf die Milz einwirkt und so das Herz erheitert. Gegen den wachsenden weissen Fleck im Auge soll die frische Pflanze eine Nacht in Quellwasser gelegt, dann in einer Schale über dem Feuer geschwitzt und noch warm über die Augen gebunden werden, drei Tage und drei Nächte hindurch.”

(Hildegard von Bingen: Physica (Liber simplicis medicinae), 1150 - 1160)