"Schaftloser Traganth, schaftloses Wirbelkraut.
Wächst in Thüringen, in der Gegend von Nordhausen, im Saalkreise bey Wettin, Täublingen, Rothenburg, am Petersberge, bey Hertstädt, Sennewitz, Seehausen, Müllerdorf, ferner in der Schweiz, in Österreich, Ungarn und im Orient, auf Sonnenhügeln.
Blühet im May und Junius.
Erst in neuern Zeiten sind die Wurzeln, Piadices Astragali exscapi, als Arzneymittel aufgenommen worden. Sie wurden von Winterl als specifisch wider venerische Übel empfohlen. Quarin bestätigte ihre heilsamen Wirkungen; Michaelis und Andre hingegen wollen sie ganz unwirksam gefunden haben. Bey rheumatischen und gichtischen Beschwerden werden sie von Hunczowsky sehr gerühmt. Jetzt sind sie fast gänzlich in Vergessenheit gekommen."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Sechster Band. 1855.)