Strohwein, Schilfwein: "Die Technik der Strohweinherstellung hat sich vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts im Burgenländischen Rust (bis 1921 zu Ungarn gehörig) etabliert. Das Verfahren, Reben vor der Kelterung auf Schilf anstatt wie ursprünglich auf Stroh zu trocknen (Schilfwein), ist eine Entwicklung, die auf das Jahr 1989 zurückgeht.
Traditionelle Herstellung von Stroh- und Schilfweinen in Österreich. Stroh- beziehungsweise Schilfwein wird aus vollreifen und zuckerreichen weißen oder roten Trauben hergestellt. Sie werden vor der Kelterung mindestens drei Monate auf Stroh bzw. Schilf gelagert oder aufgehängt an Schnüren einem natürlichen Trocknungsprozess unterzogen. Der gepresste Saft muss ein Mostgewicht von mindestens 25 Grad Klosterneuburger Mostwaage (KMW) aufweisen. Das Herstellungsverfahren der Stroh- und Schilfweine bringt sehr schwere, lange lagerfähige Weine mit einem Alkoholgehalt von bis zu 14 Volumenprozent. Als Prädikatsweine dürfen Stroh- und Schilfweine nicht vor dem 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres an den Verbraucher abgegeben werden. ..."
[Quelle: https://info.bml.gv.at/themen/lebensmittel/trad-lebensmittel/getraenke/strohwein_schilfwein.html, abgerufen 28.10.2022]