"[IV.16. - Limoneion] - Beta vulgaris (Chenopodiaceae) - Wilder Mangold; Statice limonium
Das Limoneion [Einige nennen es Neuroeides, Andere Lonchitis, Eselssenf,
die Mysier Mendruta, die Syrier Meuda, Andere Lykosemphyllon, Helleborosemata, Skyllion, die Propheten Wolfsherz, die Römer schwarze Nieswurz,
auch Tintinnabulum terrae, die Gallier Iumbarum, die Dakier Dakina]. Es hat
der Bete ähnliche Blätter, aber zarter, grösser und auch zahlreicher, eine dünnen
aufrechten Stengel, gleich wie die Lilie, reich besetzt mit einer rothen, zusammenziehend schmeckenden Frucht. Die fein gestossene Frucht, ein Essignäpfchen
voll mit Wein getrunken, hat die Kraft, bei Dysenterie und Magenleiden zu helfen
und den rothen Fluss der Frauen zu stellen. Es wächst auf feuchten Wiesen und
sumpfigen Stellen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[IV.133. - Tripolion] - Statice limonium oder sinuata (Plumbaginaceae) - Sumpfnelke
Das Tripolion [Einige nennes es Psyche, Andere Meris, Potamogeiton, Stachyïtes, die Römer Coliumares] wächst in der Nähe des Meeres an Plätzen, welche das Meer bespült und dann wieder verlässt, aber weder auf dem Trockenen noch im Meere. Es hat dem Waid ähnliche, trockene, aber breitere Blätter, einen spannenhohen oben getheilten Stengel. Man sagt, dass seine Blüthe dreimal am Tage die Farbe wechsele, früh Morgens sei sie weiss, am Mittag purpurfarben, am Abend dunkelroth. Die Wurzel ist weis, wohlriechend und hat erwärmenden Geschmack. Diese, in der Gabe von 2 Drachmen in Wein getrunken, treibt das Wasser durch den Bauch und den Harn; sie wird auch unter die Gegenmittel gegen die Gifte geschnitten. "
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)