"[III.24. - Seebeifuß] - Artemisia maritima (Compositae) - Seebeifuss
Der Seebeifuß - Einige nennen ihn auch Seriphon - wächst am meisten am Taurusgebirge in Kappadokien und zu Taphosiris in Ägypten, wo die Isispriester sich statt des Ölzweiges seiner bedienen. Es ist ein Kraut mit feinen Zweigen, ähnlich einem kleinen Eberreis, voll von kleinen Samen, etwas bitter, dem Magen nicht bekömmlich, von durchdringendem Geruch und mit einer gewissen Wärme adstringierend. Dieser für sich allein oder mit Reis gekocht und mit Honig genommen tötet Askariden und runde Würmer und treibt sie leicht aus. Mit eingekochtem Most oder mit Linsen gekocht leistet er dasselbe. Besonders ist es in Kappadokien ein Mastfutter für die Weideschafe."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)