Storchschnabel, Geranium, weltweit in der gemäßigten Zone verbreitete Gattung der Storchschnabelgewächse mit rund 300 Arten. Ausdauernde, behaarte Kräuter oder Halbsträucher mit dickem Wurzelstock, rundlichen, meist tief handförmig gelappten oder zerteilten Blättern und 5zähligen, weiß, rosa, purpurrot oder blauviolett gefärbten Blüten. Der Name der Gattung bezieht sich auf die mit einer geschnäbelten Granne ausgestattete Spaltfrucht.
In Mitteleuropa kommen u.a. vor: der Kleine Storchschnabel (Geranium pusillum) mit schmutzig violetten Blüten (Unkraut in Äckern, Weinbergen und an Wegen); der Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum) mit violettroten, tief ausgerandeten Kronblättern und rundlich, gelappten Blättern (ist in staudenreichen Unkrautfluren der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen häufig); das stark riechende Ruprechtskraut (Geranium robertianum), auch Stinkender Storchschnabel genannt, mit paarig stehenden rosa Blüten und fiederspaltigen Blättern an rötlichen, drüsig behaarten Stengeln (in Wäldern, an Mauern und Felsen); der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) mit 7teiligen Blättern und rotvioletten Blüten (häufig in subalpinen Hochstaudenfluren und Fettwiesen der Gebirge) sowie der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) mit blauvioletten Blüten (in Wiesen) und der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) mit purpurroten Blüten (in trockenen Gebüschen und an sonnigen Waldrändern).
Zahlreiche Arten sind beliebte Gartenzierpflanzen (insbesondere Bodendecker). Die umgangssprachlich als „Geranien“ bezeichneten Balkonpflanzen gehören jedoch zur Gattung Pelargonium.
Das Ruprechtskraut (enthält Gerb- und Bitterstoffe sowie etherisches Öl) galt früher in der Volksmedizin als Heilpflanze.