Synonyme: Geranium foetidum, G. graveolens, G. robertiella robertianum, G. robertium vulgare, G. rubellum, G. rupertianum;
Ruprechtskraut, Bockskraut, Gottesgnadenkraut, Robertskraut, Rotlaufskraut
Historisches: Die heute nur selten genutzte Droge wurde im Mittelalter sehr häufig verwendet und ist in allen klassischen Kräuterbüchern beschrieben. Eingesetzt wurde sie v.a. gegen Hämaturie, Lithiasis und bei chronischem Bronchialkatarrh sowie zur Behandlung von Wunden und Geschwüren. Der Gattungsname Geranium wurde bereits bei Dioskurides genutzt und leitet sich wegen der Form der Frucht vom griechischen geranion (Diminutiv von geranos = Kranich) ab. Die auch in den Kräuterbüchern des 16. Jh. geführte Droge mit dem Artnamen robertianum weist auf den heiligen Robert oder Ruprecht hin, der ihren medizinischen Gebrauch gelehrt haben soll.
Drogen: Geranii Robertiani herba (syn. Herba cum pastoris, Herba divi Ruperti, Herba Geranii chelidonii s. gruinalis s. hirundinarii v. vulnerarii, Herba Geranii robertiani, Herba Gratiae Dei, Herba Robertiani, Herba rostrum ciconiae, Herba Ruperti); Ruprechtskraut (syn. Blutkraut, Bockkraut, Gottesgnadenkraut, Rotlaufkraut, Storchschnabelkraut), die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.
Inhaltstoffe: Flavonoide (v.a. Rutosid, Hyperosid, Isoquercitrin und andere Quercetin bzw. Kämpferolglykoside, u.a. Astragalin und Spiraeosid), Gerbstoffe (ca. 5-14 %, Galloylglucose-Derivate, Ellagitannine), Citronensäure, Äpfelsäure, Maltol, Vitamin C, Geraniin (Bitterstoff) und äther. Öl.