"Stinkender Storchschnabel, Ruprechtskraut, St. Robertskraut, Rubertskraut, Rothlaufkraut, Blutkraut, kleines Schwalbenkraut, Giftkraut, kleine Schöllwurz, kleine Schwalbenwurz, Gottesgnade.
Wächst in ganz Deutschland und den übrigen Ländern Europens, so wie auch im glücklichen Arabien, an Zäunen und Mauern, auf Felsen in Laubwäldern und Gesträuchen.
Blühet vom May bis in den September.
In ältern Zeiten sammelte man das Kraut, Herba Ruperti s. Geranii robertiani, welches einen unangenehmen Geruch und etwas zusammenziehenden Geschmack besitzt. Es gehört, so wie die meisten Storchschnabelarten, zu den Wundkräutern. Man gebrauchte es aber auch innerlich wider das Blutharnen des Viehes, wobey es in einem Aufgusse mit Wasser gegeben wurde."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Vierter Band. 1816.)